Wohngebäude

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Sturmschaden unverzüglich anzeigen

Das Landgericht Köln hat am 26. November 2008 entschieden (Az.: 20 O 1/08), dass ein Gebäudeversicherer, dem ein Sturmschaden erst zehn Monate nach dem Schadenereignis gemeldet wird, in der Regel nicht leisten muss. Das gilt auch dann, wenn der Versicherungsnehmer den Schaden versehentlich bei einem anderen Versicherer gemeldet und danach nichts weiter unternommen hat.

Achtung Unterversicherung!

Der Bundesgerichtshofs (BGH) hat am 3. Februar 2011 beschlossen (Az.: IV ZR 171/09), dass einen Gebäudeversicherer bei Abschluss eines Vertrages gesteigerte Hinweis- und Beratungspflichten treffen, wenn er die Ermittlung der Versicherungssumme dem Versicherungsnehmer überlässt.

Zwölf Beaufort als Maßstab

Das Amtsgericht Schöneberg hat mit Urteil vom 10. Juli 2009 (Az.: 17b C 181/07) entschieden, dass der Beweis des ersten Anscheins dafür spricht, dass das Gebäude entweder fehlerhaft errichtet oder unzureichend gewartet wurde, wenn bei einem Sturm Gebäudebestandteile auf ein geparktes Fahrzeug geschleudert werden. Das gilt zumindest dann, wenn der Sturm keine zwölf Beaufort übersteigt.

Verspätete Schadenanzeige nach Policenausstellung

Das Amtsgericht München hat mit Urteil vom 23. März 2010 entschieden (Az.: 244 C 26368/09), dass die Verpflichtung, einem Versicherer einen Schadenfall unverzüglich anzuzeigen, auch dann gilt, wenn dieser den Versicherungsschein noch nicht ausgestellt hat.

Wasserleitungen besser regelmäßig inspizieren

Die 13. Zivilkammer des Landgerichts Duisburg hat mit Urteil vom 18. Mai 2010 entschieden (Az.: 13 S 58/10), dass ein Vermieter nicht dazu verpflichtet ist, Wasserleitungen regelmäßig auf mögliche Schäden hin untersuchen zu lassen. Ein Mieter hat daher keinen Anspruch auf Zahlung von Schadenersatz, wenn es unerwartet zu einem Rohrbruch kommt.

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