Wohngebäude

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Überschwemmung als Elementarschaden?

Das Oberlandesgericht Karlsruhe hat mit Urteil vom 20. September 2011 entschieden (Az.: 12 U 92/11), dass darunter keine Überschwemmung im Sinne der Versicherungsbedingungen gegen Elementarschäden zu verstehen ist, wenn sich bei einem Starkregenereignis Wasser in einem Lichtschacht anstaut.

BGH-Urteil gegen Versicherer mit nicht angepassten Bedingungen

Der Bundesgerichtshof hat mit Urteil vom 12.10.2011 (Az.: IV ZR 199/10) entschieden, dass Regelungen in Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) über die Verletzung vertraglicher Obliegenheiten unwirksam sind, die sich an der abgelösten Regelung des § 6 VVG alte Fassung orientieren, wenn Versicherer ihre AVBs nicht fristgerecht auf das neue VVG 2008 umgestellt haben.

BGH-Urteil zur Neuwertentschädigung

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat mit Urteil vom 20. Juli 2011 entschieden (Az.: IV ZR 148/10), dass der Versicherungsnehmer einer Wohngebäudeversicherung zum gleitenden Neuwert die sogenannte Neuwertspanne auch dann ersetzt verlangen kann, wenn die tatsächlichen Aufwendungen zur Wiederherstellung des versicherten Gebäudes deutlich günstiger als der Neuwert waren.

Auswahl der Schadenbeseitigungsfirma nach Wahl des Versicherungsnehmers

Das Oberlandesgericht Schleswig-Holstein hat am 19. Juli 2011 entschieden (Az.: 6 U 70/10), dass es ausschließlich Sache des Versicherten ist, welche Fachfirma mit der Schadenbeseitigung beauftragt wird, wenn die Versicherungsvertragsbedingungen nicht ausdrücklich etwas Gegenteiliges regeln.

Geklagt hatte ein Unternehmen, das sich nach einem Leitungswasserschaden von dem Versicherer des Gebäudes ungerecht behandelt fühlte.

Bodenablauf gehört zum Rohrleitungssystem

Das Amtsgericht München hat mit Urteil vom 10. November 2010 (Az.: 155 C 30538/08) entschieden, dass ein Gebäudeversicherer für einen Leitungswasserschaden einzustehen hat, wenn es zu einem Bruch eines Bodenablaufs einer Dusche kommt.

Regress bei verwahrlostem Gebäude

Das Oberlandesgericht Koblenz hat mit Urteil vom 15. Juni 2011 entschieden (Az.: 1 U 643/10), dass der Besitzer eines leerstehenden Gebäudes, der das Haus über Jahre verwahrlosen lässt und es nicht vor dem Betreten durch Unbefugte schützt, einen Teil seines Schadens selber zahlen muss, wenn das Gebäude durch spielende Kinder in Brand gesetzt wird.

Fehlgeleitete Rakete

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat am 18. September 2009 (Az.: V ZR 75/08) entschieden, dass Grundeigentümer, die von ihrem Grundstück aus eine Silvesterrakete abschießen und dadurch ein Gebäude auf einem Nachbargrundstück in Brand setzen, nur dann zur Begleichung des Schadens verpflichtet sind, wenn ihnen ein Verschulden nachgewiesen werden kann. Damit hat der BGH ein Urteil des Oberlandesgerichts Stuttgart aufgehoben, das einen Hobby-Feuerwerker unabhängig von der Frage des Verschuldens in die Verantwortung genommen hatte.

Markise bei Sturm einfahren

Das Amtsgericht München hat mit Urteil vom 14. Januar 2009 entschieden (Az.: 112 C 31663/08), dass Gebäudebesitzer, die es versäumen, eine Markise bei einem Sturm der Windstärke acht einzufahren, nicht darauf zählen dürfen, dass ihnen ihr Gebäudeversicherer im Falle einer Beschädigung oder Zerstörung des Sonnendachs Versicherungsschutz gewähren wird.

Versicherungswert eines Rohbaus

Das Oberlandesgericht Karlsruhe hat mit Urteil vom 18. Februar 2010 (Az.: 12 U 167/09) entschieden, dass sich im Versicherungsfall der Versicherungswert nach dem tatsächlichen Wert des Rohbaus unmittelbar vor dem Schadenfall bestimmt, wenn ein Vertrag über eine Wohngebäudeversicherung auch eine Rohbauversicherung enthält. Darüber hinaus gehende Ansprüche kann der Geschädigte nicht geltend machen und muss alles tun, um weitere Schäden zu verhindern.

Alter schützt vor Torheit nicht

Das Oberlandesgericht Schleswig (OLG) hat mit Urteil vom 9. Oktober 2008 entschieden (Az.: 16 U 39/07), dass ein Gebäudeversicherer wegen grober Fahrlässigkeit nicht leisten muss, wenn ein unerfahrener Laie bei der Abdichtung eines Dachs einen Gasbrenner benutzt, dessen Bedienungsanleitung er sich nicht durchgelesen hat.

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